Gründungs- und Jobcoaching

Coaching und Beratung

Gründungscoaching / Jobcoaching

Ob Gründungscoaching oder Jobcoaching  – ich berate Sie gern.

Coaching ist teuer – denken viele Leute. Mittlerweile seit mehr als 15 Jahren bin ich als Job- und Gründungscoach bei verschiedenen Bildungsträgern, an Schulen und für Selbstzahler freiberuflich tätig und arbeite hinsichtlich der Preise sehr moderat und transparent. Da kommt nichts, was nicht vorher besprochen worden ist.

Die Probleme, mit denen meine Kunden zu mir kommen, sind sehr vielfältig. Da geht es um berufliche Orientierung, Ausbildungsplatzsuche, Wiedereinstieg nach Elternzeit oder Reha. Viele Fragen bewegen meine Kunden..

  • Wie verkaufe ich die lange Zeit meiner Erkrankung?
  • Wie stelle ich im Lebenslauf die Genesungsphase oder die Elternzeit dar?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, Unterstützung bei beruflicher Orientierung oder Erstellung von Bewerbungsunterlagen zu bekommen?
  • Wie erstelle ich einen Businessplan?
  • Wie gehe ich mit einer Mobbingsituation um?
  • Ich habe zwar eine Ausbildung, will aber in diesem Beruf nie wieder arbeiten. Was soll ich tun?
  • Ich möchte mich selbständig machen. Wo fange ich an? Wie gehe ich vor?
  • u.v.m.

Ob Gründungscoaching oder Jobcoaching, bei mir sind Sie richtig und erhalten keine Standardantworten.

Kreative Ideen, individuelle Lösungen und ungewöhnliche Wege sind meine Spezialität.

Hier ein Beispiel für ein Coaching

In einen meiner Kurse kam ein Teilnehmer, der ursprünglich einmal Bauzeichner gelernt und
danach auch als Bauzeichner gearbeitet hat. Sein damaliger Chef hielt ihn für so gut, dass er
ihm empfahl, Architektur zu studieren.
So begann er das Studium, merkte nach einiger Zeit, dass dieses nicht sein Ding war, wollte
jedoch auch nicht abspringen und wurde somit nach über 9 Jahren Studium exmatrikuliert.
Danach leckte er erst 3 Jahre seine Wunden und arbeitete als Produktionshelfer auf Minijob-
Basis. Bereits am ersten Tag in meinem Bewerbungstraining konnte ich feststellen, dass er
keinerlei Selbstvertrauen mehr besaß und es ihm unglaublich zu schaffen machte, dass er
versagt habe. Er sah für sich keinerlei Perspektiven, jemals wieder einen „vernünftigen“ Job
machen zu können, denn als Bauzeichner sei er viel zu lange raus.
Mir hat es fast körperlich weh getan, zu spüren, wie schlecht es ihm ging und wie unendlich
traurig er war.

In so einem Fall ist es zuerst einmal wichtig, zu schauen, welche positiven Aspekte das
negative Element in sich verbirgt. Ich fragte ihn nach seinem Traumjob und er antwortete
prompt: „Bauzeichner! Da war ich richtig gut. Aber da habe ich ja keine Chance mehr – und
schon gar nicht nach diesem verpatzten Studium!“
Also fragte ich: „Wenn Du Dir vorstellst, Du würdest wieder als Bauzeichner arbeiten –
welche Elemente aus dem Studium bringen Dich in diesem Job weiter und helfen Dir, besser
zu sein, als jemand, der nur Bauzeichner gelernt hat?“ Und er antwortete: „Da gibt es Vieles!
Ich kann für einen Architekten nun auch xx, yy und zz machen.“
Na also! Und nun ist es eine Frage, wie man das Ganze gut verkauft. Insbesondere ist hier
auch der AUFBAU der Bewerbung von entscheidender Bedeutung!

Vor den Lebenslauf legen wir das „Profil“, so wird der Arbeitgeber bereits intensiv darauf
eingestimmt, hier die Bewerbung eines Bauzeichners mit sehr gutem Fachwissen vor sich zu haben.

Im Lebenslauf haben wir den Fokus auf die Ausbildung als Bauzeichner und das Abitur gelegt!
Ganz bewusst habe ich den Werdegang in diesem Fall „von hinten aufgezäumt“. Dadurch fällt die lange Zeit des
Studiums kaum noch auf, der Arbeitgeber muss schon etwas genauer schauen! Die Betonung der Tätigkeit
als Bauzeichner durch Fettschrift und (der Lückenlosigkeit wegen) doppelte Erwähnung der Ausbildungszeit lenken
das Auge des Betrachters und konditionieren des Leser (Arbeitgeber) ganz auf die Tätigkeit als Bauzeichner.

Das Profil zeigt dem Arbeitgeber auf übersichtliche Art und Weise die Kenntnisse, die der Bewerber mitbringt.
Hier haben wir einige Elemente aus dem Studium eingebaut, die für den zukünftigen Arbeitgeber durchaus interessant sind
und neugierig machen. Dieses Profil legten wir in der Bewerbungsmappe VOR den Lebenslauf!

Das Anschreiben dazu
Das Anschreiben, welches der Teilnehmer mir zur Optimierung vorlegte, war sehr negativ
formuliert. Eben genau entsprechend der Verfassung, in der er war, als der Kurs begann und
enthielt Formulierungen wie z.B.:

  • Leider konnte ich mein Studium nicht abschließen und wurde deshalb exmatrikuliert.
  • Leider habe ich schon lange nicht mehr als Bauzeichner gearbeitet, bringe jedoch die
    erforderlichen Qualifikationen mit……

AUTSCH !

Und so haben wir es dann gemacht:

Sehr geehrter Herr xyz,
ganz bewusst bewerbe ich mich initiativ in Ihrem Unternehmen, denn als ausgebildeter
Bauzeichner mit Berufserfahrung suche ich zur Zeit eine neue Aufgabe. Gern möchte ich Ihr
bestehendes Team ergänzen.
Setzen Sie mich flexibel ein, ob in der Erstellung von Planzeichnungen nach Vorgabe, als
Assistent bei Aufmassen vor Ort und in der Entwurfsplanung, ganz nach Ihrem Bedarf. Mein
Schwerpunkt liegt im Hochbau. Der Umgang mit verschiedenen CAAD- sowie Layout- und
Grafik-Programmen ist mir vertraut und ich liebe meinen Beruf.
Sie gewinnen mit mir einen geduldigen, sehr gewissenhaften neuen Mitarbeiter, für den
Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und ein hohes Maß an Flexibilität
selbstverständlich sind.
Aufgrund meiner Faszination am Planen und Bauen habe ich in den letzten Jahren
Architektur studiert, um meine Kenntnisse weiter zu vertiefen. Nun möchte ich gerne wieder
als Bauzeichner tätig sein. Die Lerninhalte aus dem Studium optimieren meinen Einsatz als
Bauzeichner, denn so können Sie mich z.B. auch für die Bearbeitung von Architekturmodellen
einsetzen.
Habe ich Ihr Interesse geweckt? Sehr gerne möchte ich Sie im Rahmen eines Probarbeitens
von meinen Fähigkeiten überzeugen.
Für ein persönliches Gespräch komme ich gerne zu Ihnen und freue mich nun auf eine
positive Antwort.
Mit freundlichem Gruß

Stark machen für das Vorstellungsgespräch
Die optimierte Bewerbung ist die Eintrittskarte. Spätestens im
Vorstellungsgespräch kann man das, was man vorne mühsam aufgebaut hat,
ganz schnell mit dem Hintern wieder einreißen! Darum ist eine gute Vorbereitung
und Strategie immens wichtig.

In unserem Fallbeispiel habe wir neben dem „48 fiese Fragen“-Training folgendes
besprochen:
Das Studium immer als Stärke verkaufen, d.h. wenn der Arbeitgeber darauf
aufmerksam wird, dass hier 9 Jahre Studium ohne Abschluss im Lebenslauf
stehen, dann wie folgt reagieren:
Nicht lange fackeln und alles zugeben! „Ja, das stimmt. Das Studium war nicht so mein Ding,
aber ich bin ein (verdammt) guter Bauzeichner. Und bin ich froh darüber, das Studium
gemacht zu haben, da ich viele Elemente daraus in meiner Tätigkeit als Bauzeichner
verwenden kann und Sie mich somit überdurchschnittlich einsetzen können.“
Das ist sozusagen die perfekte Anwendung des „schwarzen Hutes“ aus meinem 6-Hüte-Training. Negativ:
Studium nicht abgeschlossen // Positiv: Mehr Wissen als ein regulärer
Bauzeichner!
KEIN ABSCHLUSS heißt ja nicht NICHTWISSEN !!!!
Wie das Ganze ausgegangen ist?
Nach Erstellen der schriftlichen Bewerbung hat er gegen Abend 5 Initiativ-Mails mit dem
Bewerbungsanschreiben und seinen Unterlagen versendet.
Am nächsten Tag erhielt er einen Anruf, fuhr direkt zum Vorstellungsgespräch. Der Architekt bat ihn
um ein paar Musterzeichnungen. Diese hat er zu Hause an seinem PC zusammengestellt und am
nächsten Tag die CD persönlich bei dem Arbeitgeber abgegeben. Am Nachmittag erhielt er den Anruf,
dass er eingestellt sei. Nun ist er bereits seit über 5 Jahren dort beschäftigt und sehr zufrieden.

Wir hatten 3 Coaching-Einheiten zusammen + die Bewerbungsoptimierung (die mache ich, da muss mein Kunde nicht daneben sitzen und kann seine Zeit besser verwenden). In der dritten Woche hat er seine Beschäftigung als Bauzeichner im Architekturbüro aufgenommen.
Interessant dabei war zu sehen, dass der Teilnehmer von dem Moment an, als er seine neuen
Bewerbungsunterlagen in der Hand hatte, wesentlich positiver in die Zukunft schaute. Er nahm eine
neue Perspektive ein und war hochmotiviert, diese Bewerbung abzusenden, um zu schauen, ob die
Strategie funktioniert.

Bewerbungstraining von zu Hause aus?

Schauen Sie gerne ab und an in meinen neuen YouTube-Kanal. Dort gibt es demnächst noch mehr zu Jobsuche, Bewerbungen, ALG I, ALG II, Vorstellungsgespräch uvm.